Die Realität des europäischen Biotech-Marktes
Fragmentierung jenseits der Regulierung
Die EU bietet gemeinsame regulatorische Rahmenbedingungen. Sie bietet jedoch keinen gemeinsamen Handelsmarkt. Deutschland, Frankreich, Italien, die nordischen Länder, Spanien und die Benelux-Staaten agieren jeweils mit unterschiedlichen Beschaffungssystemen und Einkaufskulturen. Realistische Strategien beginnen mit zwei oder drei Prioritätsländern.
Regulatorische Komplexität
CE-Kennzeichnung unter IVDR, EUDAMED-Registrierung, länderspezifische Kostenerstattung: Die Einhaltung der Vorschriften ist anspruchsvoller, als viele Nicht-EU-Hersteller erwarten. Dies zu unterschätzen, ist ein häufiger Grund, warum Nicht-EU-Unternehmen in ihrem europäischen Markteintritt ins Stocken geraten.
Kulturelle Kaufmuster
Europäische Biotech-Einkäufer brauchen länger für Entscheidungen und gewichten langfristige Beziehungen stärker als transaktionale Angebote. Meinungsführer, akademische Zugehörigkeiten und Empfehlungen von Kollegen haben mehr Gewicht als in sich schneller entwickelnden Märkten.